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Und dann

Schauspiel Leipzig

Vier Plattenbauten / drei Verlierlinge / zwei Kinder / ein Vater«, so könnte das Inventar aussehen dieses außergewöhnlichen Theatertextes. Es ist ein Rückblick auf eine Kindheit in einem ostdeutschen Neubaugebiet, der um Verlusterfahrungen kreist: den Verlust der Mutter, eines Landes, einer sozialen Rolle. Hölls Sprache ist lyrisch, rhythmisiert, und in seinem Sprachfluss ist eine Erzählung eingebettet, die durch die Perspektive des kindlichen Erzählers gekennzeichnet ist. Der Junge versucht, Begriffe erfindend, die Phänomene seiner Umgebung sprachlich zu fassen: Das Funkgerät des Vaters, die Plattenbauten und die Hausfassade gegenüber, an die der Vater Filme projiziert und die Erinnerung an die Mutter lebendig hält. Bis der älteste Sohn eine Entscheidung trifft.

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Wolfram Höll | Drama | 2013

Und dann